Energieerzeugung, -verteilung und -umsetzung

Zur Lösung der akuten Probleme von Klimawandel und Ressourcenschwund können Elektrofahrzeuge nur dann einen entscheidenden Beitrag leisten, wenn sie vorwiegend mit regenerativ erzeugtem Strom fahren. Der heutige Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von etwa 15% muss deshalb in den nächsten Jahren deutlich gesteigert werden.

Die in der Summe aller Fahrzeuge sehr große Speicherkapazität der Fahrzeugbatterien erlaubt ein effektives Lastmanagement, das zu einem Ausgleich zwischen Energieangebot und -nachfrage beitragen kann. Durch die Rückgabe von Energie aus den Fahrzeugen in das Stromnetz kann dieser Prozess vorangetrieben werden.

Das Schwerpunktprojekt II betrachtet den gesamten Energiepfad von der Erzeugung elektrischer Energie über deren Verteilung bis hin zur Umsetzung in mechanische Energie im Fahrzeug. Die beiden Teilbereiche des Schwerpunkts II „Energieerzeugung und Netzintegration“ und „Leistungselektronik und elektrische Antriebstechnik“ sind dabei eng verzahnt.

Die wesentlichen Aspekte liegen auf der Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Stromversorgungsnetz und Elektrofahrzeugen sowie auf den leistungselektronischen Systemen für das elektrische Energiemanagement im Fahrzeug und elektrische Fahrantriebe:

  • Identifikation und Abrechnung mobiler Verbraucher
  • Bidirektionale Anbindung von Fahrzeugen an das Stromversorgungsnetz und die dafür erforderlichen Leistungswandler und Energiemessgeräte
  • Optimierte Betriebsführung von Fahrzeugen als Netzteilnehmer
  • Leistungsmodule mit hoher Zuverlässigkeit und Funktionalität
  • Elektromagnetische Verträglichkeit im Bordnetz von Elektrofahrzeugen
  • Elektrische Achsantriebe mit integrierter Leistungselektronik.


Mit innovativen Technologien sollen Wirkungsgrad, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit der elektronischen Systeme deutlich gesteigert werden.

Ihr Ansprechpartner:
Dr.
Martin März

Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB